Hi, mein Name ist Berry und ich bin jetzt im Hundehimmel.

Fast 17 Jahre bin ich alt geworden, als mich meine Tierärztin erlösen musste, weil mein Herz nicht mehr mitgemacht hat.

Ganze 6 Jahre war ich alt, als zwei Frauen in meinem alten zu Hause an die Tür klopften und sagten sie wollen sich den Hund anschauen der in der Zeitung stand. Keine Ahnung wer das sein sollte, ich war jedenfalls nicht in der Zeitung, sondern hier. Nun, es ging wohl doch um mich, denn die beiden entpuppten sich als mein neues Frauchen Carmen und deren Schwester Susanne.
Ich spürte sofort das sich in meinem Leben etwas verändern würde, deshalb habe ich diese Besucher nicht verbellt wie es mein altes Frauchen damals gewohnt war. Sehr gewundert hat sie sich das ich kein Theater machte sondern diese 2 Eindringlinge einfach einließ. Es wurde hastig mein Futter, Leine, Kissen und Bürste verstaut und ich stieg ein in ein winziges Auto, ein Mini, hieß es und nun ging es in mein neues Zuhause, das damals noch in Kassel war....   

Es war sehr aufregend, tagsüber fuhren wir immer nach Trendelburg und da konnte ich immer aufpassen, wer unseren Blumenladen betrat. Leider durfte ich niemanden dort verbellen, sonst würde Frauchen keine Blumen mehr verkaufen, hieß es. Na ja nach kurzer Zeit hatte ich mich auch daran gewöhnt, sollten sie doch alle dort ein und ausgehen, mir doch egal. Nur Montags, wenn wir eigentlich mittags heimfahren wollten, kam immer noch ein Händler, den hab ich ein paar Mal am Kittel gepackt, den konnte ich nicht leiden, hinderte der uns doch immer dran pünktlich heimzufahren. Den Rest der Woche waren wir den ganzen Tag in Trendelburg, da sind wir in der Mittagspause immer spazieren gegangen, herrliche Gegend dort. 

Anfang 1994 sind wir nach Espenau gezogen, da gab es noch einmal eine aufregende Änderung in meinem Leben, nicht weil wir umgezogen sind, sondern weil Luzy eine 1jährige schwarze Mopsdame Einzug bei uns hielt. Junge, war die fit, die hat mich noch mal richtig aufgemöbelt, fing ich doch langsam an müde zu werden. Allerdings musste ich mich noch mal aufrappeln, wollte ich doch noch nicht zum alten Eisen gehören. Aus war es mit der gewohnten Ruhe, so eine ungezogene Göre.

Luzy brachte Frauchen soweit, das wir auf einen Hundeplatz gegangen sind, Hundeplatz - das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen, ich brauchte mein Lebtag keinen...

Alles in allem hab ich dabei glatt verlernt mich mit Rüden zu zanken, weil, da gab es so viele, dass ich nicht wusste mit wem ich anfangen sollte, also ließ ich es sein, des lieben Friedens willen.

Ach, ich habe ganz vergessen zu erzählen, dass wir auch ein paar mal in Urlaub waren mit Susanne, der Schwester von Frauchen. Borkum, in einer kleinen gemütlichen Pension.

Im Meerwasser planschen, herrlich...

An der Odertalsperre waren wir auch , einmal haben wir dort Pfingsturlaub gemacht, da waren Claudia und Barney dabei, Barney ist ein Cockerspaniel.

Die nächste Aufregung war Zuwachs bei uns zu Hause, Frauchen wagte es glatt mir einen anderen Rüden vor die Nase zu setzen - und was für einen- man glaubt es kaum, als ob ich nicht mit Luzy genug zu tun gehabt hätte - einen Mops, einen schwarzen Mops, den Othello.

Nun, er war sich wohl meiner Stärke bewusst, er unterwarf sich sofort und da konnte ich natürlich nichts mehr machen.

Also, aufgenommen im Rudel, obwohl es dann im Laufe der Zeit immer wieder Kämpfchen gab, nämlich dann wenn Othello merkte, dass ich nicht so fit war. Der griff mich dann einfach grundlos an, aber Frauchen hat das nicht durchgehen lassen, sie meinte ich hätte die älteren Rechte, stimmt ja auch.....

 

 

 

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