Ich heiße Candy und bin 17 Jahre alt     geworden. Ich wurde als Baby von  England im Flugzeug hierher verfrachtet, Gott war das furchtbar, stundenlang in einer  kleinen, dunklen Kiste auszuharren, bei ganz lauten Geräuschen, die ich nicht verstehen konnte. Ich war ganz verschreckt als ich zu einer Familie kam, bei der ich mich gar nicht wohlfühlte. Sie kamen mit mir wohl auch nicht klar, ich hab ihnen immer ins Wohnzimmer gepinkelt, das fanden die blöde, na ja. Als sie mir mit Tierheim drohten und mich sogar aussetzen wollten, kriegte zufällig Carmen Wind davon. Sie holte mich zu sich und brachte mich noch am selben Tag zu ihren Eltern, die immer schon ein Yorki-Mädchen wollten. Man, hatte ich ein Glück, da war sogar ein Siamkater, der Nico, der konnte mich gleich gut leiden und ich ihn auch. Überhaupt waren sie alle sehr lieb zu mir und ich hab mich all die Jahre sehr wohlgefühlt. Ab und zu sind Herrchen und Frauchen in Urlaub gefahren, manchmal haben sie mich mitgenommen, aber wenn sie in Urlaub geflogen sind haben sie mich bei Carmen gelassen, zum Glück, denn Fliegen wäre mein Untergang gewesen. Meine Schreckhaftigkeit diesbezüglich habe ich mein ganzes Leben lang  nicht verloren. Ich verbrachte meinen Urlaub dann bei Carmen und ihren Hunden, da war immer was los und ich bin viel spazieren gegangen. Da konnte ich mir nicht erlauben auf Waldwegen einfach sitzen zu bleiben weil ein bisschen Laub in meinem langen Fell hing. Mein Frauchen hat mich immer sofort hoch gehoben und vom Laub befreit und dann getragen. Carmen hat das nicht interessiert und ist einfach weitergegangen. Nachdem ich dann 2-3 mal allein auf einem Feldweg saß, weil alle weiter gegangen sind, bin ich dann auch hinterher gehechtet und hab mir dann solche Allüren gespart. Ach ja, mit dem Fressen war das auch so was. Zu Hause konnte ich mich  auch immer am Katzenfutter laben, Nico hat mir oft was übrig gelassen und auch sonst brauchte ich bei meinem Frauchen nichts hartes essen, da hab ich mich immer geweigert. Meine Zähne haben es mir nicht gedankt, die mussten des öfteren unter Narkose hergerichtet bzw. gezogen werden. War ich dann bei Carmen, gab es kein Erbarmen, da musste gegessen werden was in den Napf kam, mmmh, das hat sogar geschmeckt, mein Frauchen wollte immer gar nicht glauben was ich in meinem Urlaub so alles gegessen habe. Als ich älter war, hat Carmen dafür gesorgt das ich zum Hundefriseur kam. Mein prächtiges Fell war zum Teufel und Frauchen war entsetzt wie ich aussah. Da aber jeder sagte ich sähe um Jahre jünger aus  und Frauchen selber sah das ich viel besser mit spazieren gehen konnte, fand sie es auch gut und von da ab ging es regelmäßig zum Friseur. Alles in allem war ich ziemlich fit bis zum Schluß, ab und zu bekam ich ein paar epileptische Anfälle, das war schlimm. Sonst ging es mir gut und ich hab lange gelebt, 17 Jahre lang war ich auf dieser Erde, bis meine Anfälle so schlimm wurden, dass mein Frauchen mich zum Tierarzt gebracht hat. Ich bin nicht mehr mit nach Hause gegangen, sondern ich ging über die Regenbogenbrücke.   

 

 

 

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Hundehimmel